Auszeichnung der innovativsten Schweizer Stahl- und Metallbauten


08.10.21 - Die Gewinner des Prix Acier 2021, des wichtigsten Stahl- und Metallbaupreises der Schweiz, stehen fest.



Sieben Bauwerke, bei denen Stahl in überzeugender Art und Weise eingesetzt wurde, sind am Donnerstag, 7. Oktober 2021 an der Preisverleihung im Rahmen der «steelweek+» im Kursaal Bern ausgezeichnet worden. Prämiert wurden unter anderem die Schulanlage Auen in Frauenfeld, der Negrellisteg in Zürich, das Stade de la Tuilière in Lausanne und die Erneuerung des Saaneviadukts in Gümmenen. Die Preisverleihung setzt einen krönenden Abschluss unter die «steelweek+», einer neuen Veranstaltung der Stahl- und Metallbaubranche. 

Bereits zum achten Mal wurde gestern Abend der Schweizer Stahl- und Metallbaupreis Prix Acier für herausragende Bauwerke verliehen. Der Preis wird vom Stahlbau Zentrum Schweiz (SZS) in Kooperation mit dem Dachverband der Stahl-, Metall- und Fassadenbauweise metal.suisse vergeben und zeichnet Bauwerke aus, bei denen Stahl in innovativer, kreativer, wirtschaftlicher und nachhaltiger Art und Weise eingesetzt wurde. 

Der Prix Acier würdigt auch die Zusammenarbeit zwischen Bauherrschaft, Architekt*innen, Ingenieur*innen und Stahlbauunternehmen, die gemeinsam zum Gelingen eines Bauwerks beitragen. Dies bildet sich auch in der Zusammensetzung der Jury ab: Bei dieser Ausgabe sind neu auch Ingenieure, die in Stahlbauunternehmen tätig sind, Teil der Jury. 

Insgesamt wurden 43 Projekte eingereicht, davon wählte die Jury vier Preisträger aus und vergab weitere drei Anerkennungen (Reihenfolge stellt keine Bewertung dar). 

Preisträger Prix Acier 2021 

  • Negrellisteg, Zürich 
  • Sanierung und Erweiterung Schulanlage Auen, Frauenfeld 
  • Stade de la Tuilière, Lausanne 
  • Erneuerung Saaneviadukt inkl. Doppelspurausbau, Mühleberg, Gümmenen, Ferenbalm 

Anerkennungen Prix Acier 2021 

  • Neubau zweite Hinterrheinbrücke, Reichenau 
  • Kopfbau Halle 118, Winterthur 
  • Passerelle des Rives de la Broye, Payerne 

Hochkarätige Fachleute an der «steelweek+» 
Die Preisverleihung war der krönende Abschluss der «steelweek+», einem neuen, hybriden Veranstaltungsformat, das auf dieses Jahr hin lanciert wurde. Während der ganzen Woche fanden zur Mittagszeit live Online-Sessions zum Thema «Metalle im Bau – innovativ und zirkulär» statt, dies unter der Leitung von Moderatorin Judit Solt, Chefredaktorin der Schweizerischen Bauzeitung TEC21. 

Die «steelweek+» eröffneten am Montag Nationalrätin und Stahlbauunternehmerin Diana Gutjahr, Prof. Dr. Andreas Taras der ETH Zürich und Dr. Marc Harzenmoser, Direktor des Schweizerischen Vereins für Schweisstechnik. Im Zentrum stand das Thema «Brücken schlagen – dauerhaft». 

Weitere Themen waren die moderne Metallproduktion, klimaneutraler Stahl, die richtige Materialwahl bei der Tragwerk- und Fassadenplanung, die Kreislaufwirtschaft oder die Digitalisierung in der Stahl- und Metallbaubranche. Dabei diskutierten hochkarätige Fachleute in einem professionellen Studio.

Die Sessions können auch weiterhin auf dem Online-Portal steelweek.ch für registrierte Gäste angeschaut werden.

Prix Acier Student Award 2021
Zusätzlich zum Prix Acier wird der Student Award 2021, der Preis für Studierende der Architektur und des Bauingenieurwesens, vergeben. Die Zukunft des Stahlbaus liegt in den Händen der jungen Generation – ihr soll das Bauen mit Stahl nähergebracht werden, um sie zu motivieren, Stahl in ihre Projekte zu integrieren. Auch hier stehen die architektonische Qualität, die technische Leistungsfähigkeit und die Ressourceneffizienz von Stahl als Baumaterial im Vordergrund. Die Eingabefrist endet am 16. Februar 2022. Die Preisverleihung des Prix Acier Student Awards findet Ende März 2022 in der Schweizer Baumuster-Centrale in Zürich statt. Weitere Information gibt es hier.

Die Prix Acier Jury

  • Jurypräsidentin: Astrid Staufer, dipl. Arch. ETHZ BSA SIA / Staufer & Hasler Architekten, Frauenfeld 
  • Gianfranco Bronzini, dipl. Bauing. FH SIA REG A / Mitinhaber Ingenieurbüro Conzett Bronzini Partner AG, Chur
  • Sébastien Emery, dipl. Ing. HES / Leiter der Abteilung Stahlkonstruktionen der STEPHAN SA, Freiburg 
  • Gabriele Guscetti, dipl. Ing. EPFL SIA, FAS / Gründer und Partner des Bauingenieurbüros Ingeni SA, Genève, Lausanne, Fribourg, Zürich
  • Simon Hartmann, dipl. Arch. ETHZ BSA / HHF architekten ETH SIA BSA, Basel 
  • Aldo Nolli, dipl. Arch. ETHZ SIA BSA / Durisch + Nolli Architetti Sagl, Massagno
  • Jaqueline Pauli, Dr. sc. ETHZ Bauing. SIA / Partnerin und Mitglied der Geschäftsleitung, ZPF Ingenieure, Basel, Zürich 
  • Judit Solt, dipl. Arch. ETHZ SIA / Fachjournalistin BR / Chefredaktorin TEC21, Zürich 
  • Bernhard von Mühlenen, dipl. Bauing. HTL eMBA / Abteilungsleiter Stahlbau SENN AG, Oftringen (bis Sommer 2021) / Direktor AM Suisse (seit 1. Juli 2021)

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