Fachverbandsversammlung Metaltec Suisse 2026


26.06.26 - Am 26. Juni 2026 fand in Bad Ragaz die 34. Fachverbandsversammlung von Metaltec Suisse statt. Alle Traktanden abgenommen und die Décharge erteilt.



Am Freitag, dem 26. Juni 2026, trafen sich die Delegierten von Metaltec Suisse in Bad Ragaz zur 34. Fachverbandsversammlung. Neben den statutarischen Geschäften standen Nachwuchsförderung, Bildung, technische Facharbeit und die politische Interessenvertretung der Metallbaubranche im Zentrum. Abgerundet wurde die Versammlung durch ein Podiumsgespräch mit Nationalrätin Diana Gutjahr. 

Oliver Däschler, Präsident Metaltec Suisse, begrüsste am Morgen die Teilnehmenden an der ersten Fachverbandsversammlung von Metaltec Suisse des Jahres 2026. Der Anlass fand im Grand Resort Bad Ragaz statt und bot damit einen würdigen Rahmen für Austausch, Rückblick und Ausblick. 

Packender Einstieg: Steel Bridge Competition 
Zum Auftakt zeigte Oliver Däschler einen Filmbeitrag zur Student Steel Bridge Competition 2026. Mitten in Freiburg montierten Lernende Metallbauerinnen und Metallbauer gemeinsam mit Studierenden des Bauingenieurwesens innovative Stahlbrücken vor Publikum und Fachjury. Das Projekt zeigte eindrücklich, wie Jugendliche für die Berufe des Metallbaus begeistert werden können.

Däschler verwies zudem auf weitere Massnahmen der Nachwuchsförderung, darunter «metall+du macht Schule» und «Lernende bauen Zukunft». Trotz stabilisierter Lernendenzahlen bleiben Weiterbildung und Fachkräftebindung zentrale Aufgaben. Attraktive Arbeitsbedingungen, Entwicklungsmöglichkeiten und eine starke höhere Berufsbildung seien entscheidend, damit der Metallbau auch künftig Perspektiven bietet. 

Metaltec Ost hiess willkommen 
Ein ganz spezieller Dank ging an den Regionalverband Metaltec Ost, der die Organisation übernommen hatte. Bruno Federer, Präsident Metaltec Ost, hiess die Delegierten willkommen und stellte die Region Bad Ragaz und das «Heidiland» mit eindrucksvollen Bildern vor. Zwischen Bergpanorama, Weinbau, Thermalquellen und gelebter Gastfreundschaft zeigte sich die Region von ihrer schönsten Seite. Bad Ragaz bot damit nicht nur einen attraktiven Tagungsort, sondern auch eine inspirierende Kulisse für die Fachverbandsversammlung.

Anschliessend leitete Oliver Däschler zur Wahl der Stimmenzähler und damit zum statutarischen Teil der Versammlung über.

Protokollgenehmigung 
Da bis zum Stichtag keine Einsprachen eingegangen waren, wurde das Protokoll der 33. Fachverbandsversammlung vom 7. November 2025 in Luzern als genehmigt erklärt. 

Bericht über die Fachverbandstätigkeit 
Die Delegierten hatten den Jahresbericht 2025 im Vorfeld erhalten. Oliver Däschler fasste die wichtigsten Entwicklungen zusammen. 

Das Verbandsjahr stand im Zeichen der Konsolidierung und der strategischen Weiterentwicklung. Nach intensiven Reformjahren galt es, Erreichtes zu festigen, die Organisation finanziell zu stabilisieren und die Position des Verbandes in Politik und Bauwirtschaft weiter zu stärken.

In der beruflichen Grundbildung wurden die revidierten Bildungsgänge weiter gefestigt, die Harmonisierung der überbetrieblichen Kurse vorangetrieben und ergänzende Lehrmittel bereitgestellt. Auch die höhere Berufsbildung wurde weiterentwickelt, um die Durchgängigkeit zwischen Berufsprüfung und höherer Fachprüfung langfristig zu sichern.

Die technischen Fachtagungen und Focus-Seminare stiessen auf grosse Resonanz. Sie bestätigten den Bedarf an praxisnahen, verständlich aufbereiteten Fachinformationen und stärkten die Rolle von Metaltec Suisse als Kompetenz- und Know-how-Träger der Branche. Ergänzend wurden neue technische Merkblätter veröffentlicht.

Ein Schwerpunkt lag zudem auf der Nachwuchs- und Imagearbeit. Der modernisierte Auftritt von metall+du mit neuen Kurzfilmen, digitalen Angeboten und Lehrstellenfinder stärkt die Sichtbarkeit der Metallbauberufe bei Jugendlichen, Eltern und Lehrpersonen. Auch die SwissSkills 2025 setzten ein starkes Zeichen für die Attraktivität der Berufe.

Im Bereich Wirtschaft und Kommunikation wurden mit eKiM und Preis-e neue, praxisnahe Werkzeuge für die Betriebe eingeführt. Gleichzeitig engagierte sich der Verband verstärkt in politischen und wirtschaftlichen Fragestellungen, insbesondere zu Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und regulatorischen Rahmenbedingungen. 

Abnahme der Jahresrechnung 2025 
Die abtretende Finanzverantwortliche Anita Tschopp erläuterte zum letzten Mal in dieser Funktion die Jahresrechnung 2025. Metaltec Suisse blickt auf ein sehr aktives und leistungsintensives Verbandsjahr zurück. Zusätzliche Aktivitäten in Bildung, Technik und Verbandsentwicklung führten zu einer höheren Leistungserbringung als ursprünglich geplant. 

Diese Mehrleistungen erforderten zusätzliche Ressourcen. Gleichzeitig konnten verschiedene Aufwände gezielt gesteuert und die finanzielle Stabilität des Verbandes gewahrt werden. Insgesamt zeigt die Rechnung ein solides Ergebnis auf Basis einer stabilen Mitglieder- und Partnerstruktur. 

Der Jahresbericht und die Jahresrechnung wurden von den Stimmberechtigten einstimmig genehmigt. 

Erteilung der Décharge 
Dem Vorstand von Metaltec Suisse wurde nach den Erläuterungen durch GPK-Präsident Hans Schneiter die Décharge einstimmig erteilt.

Wahlen 
In den Vorstand für das Ressort Finanzen gewählt wurde Raphael Senn. Er folgt auf Anita Tschopp, die nach ihrer langjährigen Amtszeit zurücktritt. Die Delegierten wählten zudem Stephan Gutknecht für das Ressort Weiterbildung für den scheidenden Ruprecht Menge. Neu gewählt wurde Raphael Meyer als Präsident der Qualitätssicherungskommission. 

In ihre bisherigen Funktionen bestätigt wurden Präsident Oliver Däschler, Mathias Hächler für das Ressort Grundbildung und Niklas Dula für das Ressort Technik. Die Wiederwahlen erfolgten mit grossem Vertrauen der Delegierten. 

Anträge 
Da bis zum Stichtag keine Anträge eingegangen waren, wurden keine Anträge behandelt. 

Informationen 
Niklas Dula, Vorstandsmitglied von Metaltec Suisse und Unternehmer aus der Romandie, informierte die Delegierten in französischer Sprache über aktuelle Tätigkeiten des Verbandes sowie über die Arbeiten in den verschiedenen Kommissionen. 

Dabei blickte er unter anderem auf die erfolgreiche Fachtagung «Metallbau zwischen Recht und Realität» zurück. Ebenso wurden die Aktivitäten der Expertenkammer und die geplanten Focus-Seminare vorgestellt, die aktuelle Fachthemen aus Technik, Normierung und Nachhaltigkeit aufnehmen.

Im Bereich Wirtschaft und Kommunikation wurde über «Lehrberufe Live!» sowie über die Botschafterschulung von metall+du berichtet. Zudem konnte der «Modellbetrieb für den Metallbau» auf Deutsch und Französisch veröffentlicht werden. 

Auch die Revision Metallbaukonstrukteur/in EFZ kam voran. Die Entwürfe der zentralen Grundlagen wurden breit abgestützt und werden nun weiter verfeinert. Ergänzende Umfragen liefern zusätzliche Erkenntnisse für die nächsten Schritte. 

Jahresplanung und Termine 
Vor dem Abschluss der Versammlung wurden die wichtigsten kommenden Termine vorgestellt. Dazu gehören die Fachpräsidententagungen in Olten, die go4women-Tagung in Lenzburg sowie die nächste Fachverbandsversammlung von Metaltec Suisse im November 2026 in Aarberg.  

  • 11.09.2026: Fachpräsidententagung Metaltec Suisse 02-2026 in Olten
  • 03.-04.11.2026: go4women-Tagung in Lenzburg
  • 06.11.2026: Fachverbandsversammlung Metaltec Suisse 02-2026 und Verbandsratssitzung AM Suisse in Aarberg
  • 02.04.2027: Fachpräsidententagung 01-2027 in Olten
  • 18.06.2027: Fachverbandsversammlung Metaltec Suisse 01-2027 in Solothurn
  • 03.09.2027: Fachpräsidententagung 02-2027, Olten

Verabschiedungen und Würdigungen 
Feierlich gewürdigt und mit grossem Applaus verabschiedet wurden nach langjähriger Amtszeit als Finanzverantwortliche Anita Tschopp und Ruprecht Menge als Präsident der Weiterbildungskommission. Oliver Däschler hielt die Laudatio, garniert mit humorvollen Bildern aus ihrem Verbandsleben.

Podiumsgespräch mit Diana Gutjahr 
Ein besonderer Programmpunkt war das Podiumsgespräch mit Nationalrätin Diana Gutjahr, Unternehmerin und Mitinhaberin der Ernst Fischer AG, Präsidentin von metal.suisse und Vorstandsmitglied des Schweizerischen Gewerbeverbands. 

Im Gespräch mit Oliver Däschler ging es um zentrale Anliegen der Metall- und Stahlbranche: funktionierende Materialkreisläufe, die Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Recyclingindustrie, hohe Energiekosten sowie faire Rahmenbedingungen im öffentlichen Beschaffungswesen. Auch die Materialgleichbehandlung und das intelligente Zusammenspiel verschiedener Baustoffe wurden thematisiert. 

Diana Gutjahr sprach zudem über die Entwicklung von metal.suisse, die politische Interessenvertretung der Branche in Bern und ihre Rolle im Schweizerischen Gewerbeverband. Persönliche Einblicke in ihren Alltag als Unternehmerin, Politikerin und Mutter rundeten das Gespräch ab. 

Zum Abschluss dankte Oliver Däschler dem prominenten Gast, den Delegierten sowie dem ganzen Team vom Metaltec Suisse und lud die Anwesenden zum gemeinsamen Lunch ein, bevor am Nachmittag die Delegiertenversammlung von AM Suisse begann. 

Statutarischer Teil der AM Suisse-Delegiertenversammlung 2026 

 

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