Schweizerische Metallbautechnikerschule SMT: 24. Diplomprüfung


14.02.20 - 11 Studierende haben den HF Lehrgang 2017/2020 der Schweizerischen Metallbautechnikerschule Basel SMT erfolgreich abgeschlossen. Sie tragen nun den Titel «Dipl. Techniker/in HF Metallbau».



Am 12. Februar 2020 erhielten die Prüflinge in der Barfüsserkirche Basel ihr eidgenössisch anerkanntes Diplom. Wer die Schweizerische Metallbautechnikerschule SMT absolviert, kann dank des modularen Aufbaus dieses Studiums ebenso die Berufsprüfung Metallbau-, Werkstatt- und Montageleiter/in oder Metallbaukonstrukteur/in in den Bildungsrucksack packen sowie das Diplom als Metallbaumeister/in erlangen. Mit ihrer soliden betriebswirtschaftlichen und technischen Ausbildung werden die frisch Diplomierten in Zukunft als Kaderleute ein kleineres oder mittleres Unternehmen (KMU) leiten oder in einem grösseren Betrieb eine Stabs- oder Linienfunktion bekleiden. Sie werden eine Schlüsselposition innehaben bei der Realisierung von Bauvorhaben im Bereich Metallbau.

«Mit ihrer höheren Berufsbildung sind sie eine wichtige Stütze in der Wirtschaft» betonte denn auch Hans-Rudolf Hartmann, Direktor der Allgemeinen Gewerbeschule Basel, in seiner Grussbotschaft. Danach hörten die Diplomanden und geladenen Gäste gespannt der Ansprache von Prof. Axel Paul, Ordinarius für allgemeine Soziologie an der Universität Basel, zu.

Die Zukunft des Geldes
Paul hielt zuerst einen Rückblick auf die Geschichte des Geldes, dessen Ursprung auf die Anfänge der Metallurgie zurückgeht. Waren es doch die Schmiede, die vor über 2000 Jahren die ersten Münzen schlugen. Der Soziologe schaute in die Zukunft des Monetären: «Darüber, dass die Digitalisierung das Geld zumindest in seiner herkömmlichen Erscheinung abschaffen wird, besteht kein Zweifel», sagte er. Die künftigen Bezahlformen würden digital sein. Und er schlug eine Brücke zwischen dem Geld und dem Metallbauhandwerk. Die Digitalisierung habe die Art und Weise unseres Arbeitens und Wirtschaftens längst erfasst. Die schnell wachsende Automatisierung bringe es mit sich, dass es immer weniger, dafür umso qualifizierteres Personal brauche. «Der technische Fortschritt und die Digitalisierung von Arbeitsabläufen zwingen zu permanenter Anpassung und lebenslangem Lernen», brachte er es auf den Punkt. Durch die Digitalisierung werde mehr Arbeit freigesetzt als dass sie die Entstehung neuer Tätigkeitsfelder binden würde. Trotzdem zeigte sich Paul zuversichtlich: Die Schweiz und der hiesige Arbeitsmarkt hätten sich in dieser Situation bislang gut behauptet. Die wirtschaftliche Stärke gehe zu wesentlichen Teilen auf das Konto der KMU sowie einer profunden dualen Ausbildung. Oder anders gesagt: Nicht zuletzt auf eine Kultur, in der nicht wie in Frankreich oder zusehends in Deutschland die Maturität und ein anschliessendes Universitätsstudium allein als Königsweg zum beruflichen Erfolg angesehen werde. Mit einem Lob und einer tiefen Verbeugung vor dem Handwerk beendete Axel Paul seinen Vortrag.

Nach diesen spannenden Erläuterungen folgte ein kurzer Rückblick auf die vergangenen zweieinhalb Studienjahre der Abschlussklasse HFM1720, vorgetragen von Diplomand Tim Wyss mit einer witzigen Fotoschau.

Die Diplomierten
Als Höhepunkt überreichten Anton Graber, stellvertretender Schulleiter der SMT, und Romeo Borer, Abteilungsleiter Bauberufe der Allgemeinen Gewerbeschule Basel, jedem einzelnen Absolventen das verdiente Diplom. Bestanden haben: Ammann Marcel, Engeler Ronny, Federer Cédric, Kreienbühl David, Lichtin Mathias, Rey Erwin, Städler Andrin, Sutterlüti Joël, Wüthrich Christoph, Wyss Tim, Zaugg Simon.

Speziell geehrt wurden die drei Besten der 24. Diplomprüfung. Mit der besten Note hat Ronny Engeler abgeschlossen. Das zweitbeste Resultat erzielte Erwin Rey. Christoph Wüthrich wurde Drittbester. Alle drei erhielten einen Förderpreis, gestiftet von der Firma Hydro Building Systems Switzerland AG.

Eine würdige Diplomfeier ging zu Ende. Der anschliessende Apéro bot allen Anwesenden noch einmal die Gelegenheit, im persönlichen Austausch Revue zu passieren auf Vergangenes. Oder ganz einfach «Auf Wiedersehen» zu sagen. Auf ein Wiedersehen in einer erfolgreichen Zukunft.

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